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Exklusiv-Interview mit BBoyDaniele PDF Drucken E-Mail
Musik
Montag, 25. Mai 2009 um 21:45 Uhr
Rapper und Breakdancer Daniele De Rosa, besser bekannt als BBoyDaniele, ist seit mehreren Jahren erfolgreich aktiv und gibt sein Wissen an interessierte Jugendliche in Rap- und Breakdance-Workshops weiter. In diesem Exklusiv-Interview verrät er einiges über sich selbst und seine Arbeit.

Das Interview entstand als Teil des Philognosie-Artikels „Rap als Therapie: Hip-Hop gegen Gewalt bei Jugendlichen“, in dem BBoyDaniele noch mehr über Musik und Gewaltprävention preisgibt. Diesen Artikel mit einigen Fotos gibt es hier.


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Daniele, wie würdest du deine Musik beschreiben?
Ich war vom Sprechgesang schon immer fasziniert und habe früh versucht, Lieder von bekannten Künstlern nachzurappen. Daher mache ich heute Musik erstrangig im Bereich „Rap“ und „R'N'B“. In Zukunft wird es auch einiges im Bereich „Funk“ geben. Verschiedene italienische Werke sind auch in Planung. Ich schreibe viel über Themen, die die Leute zum Nachdenken anregen. Trotzdem gibt es unter anderem natürlich auch Party- bzw. Gute-Laune-Tracks. Nach knapp vier Jahren kann ich von mir behaupten, dass mein Talent mittlerweile ziemlich weit ausgereift ist … trotzdem geht noch einiges mehr!

Was möchtest du mit deiner Musik bewegen?
Ich möchte, dass sich die Hörer meiner Musik mit ihr identifizieren können und dadurch Kraft bekommen. Wir Menschen wären in so mancher Krise verloren, wenn wir die Musik nicht hätten, die uns helfen kann, auch in schweren Lebenssituationen Mut und Kraft zu schöpfen. Ich bin auch kein profithungriger Typ, meine Songs kann man sich kostenlos herunterladen. Mit der Zeit habe ich auch schon viele Erfahrungen mit anderen Künstlern gesammelt. Unter anderem natürlich durch Features mit verschiedenen Untergrund-Rappern und Sängern. Aber ich habe noch einiges vor!

Was bedeutet dir die Musik?
Wenn es mir schlecht geht, schreibe ich. Das gibt mir wieder Mut. Ich brauche keine 20 Leute um mich herum, denen ich von meinen Problemen erzähle und bei denen ich mich ausweinen kann. Alles, was ich zu sagen habe, schreibe ich mit einem Bleistift auf ein weißes Blatt Papier und danach geht's mir gleich viel besser. Ich schreibe immer, was ich fühle. Bin ich gut drauf, gibt es von mir beispielsweise Partytracks. Bin ich 'down', gibt's was 'deepes'. Genauso beim Hören von Musik. Ich finde, dass Musik eines der wichtigsten Dinge ist, die wir im Leben haben. Was wäre die Welt ohne Musik? Mit der Musik können wir uns identifizieren, nachdenken und gleichzeitig gibt sie uns die Kraft, nach vorne zu schauen. Musik ist Leben!

Wie wichtig ist dir Familie, Freundin, Freunde?
Absolut wichtig! Diese drei Kontaktgruppen halten jemanden am Leben. Durch sie bekomme ich die Kraft, überhaupt das zu machen, was ich täglich auf die Beine stelle. Ich zähle sie zu den wichtigsten und wertvollsten Dingen im Leben. Absolute „No Gos“ sind für mich dagegen Lügen, extreme Arroganz oder auch Respektlosigkeit. So etwas hat in meinem Leben keinen Platz!

Worauf legst du im Leben und in deiner Arbeit Wert?
Natürlich auf die Gesundheit – auf meine eigene und die der Menschen, die mir was bedeuten. Ich will, dass alle immer glücklich sind. Es klingt zwar für viele bescheuert, aber über meine berufliche Laufbahn mache ich mir nicht allzu viele Gedanken. Ich lebe jeden Tag meines Lebens und schaue nicht allzu weit nach vorne; ich bin nicht der Karrieretyp. Und wenn ich es schaffe, mit meiner Musik das Geld zu verdienen, um davon zu leben, wäre mein Traum erfüllt.

Welches Lob und welche Kritik erhältst du?
Wo soll ich nur anfangen?! (lacht) Ich würde sagen, ein krasses Lob ist auf jeden Fall, wenn ich E-Mails bekomme, in denen steht, dass meine Songs junge Leute vor Selbstmordversuchen gerettet haben. Hört sich krass an, aber Lieder wie „Gib nicht auf“ haben ihnen wohl die Kraft gegeben, nach vorne zu schauen. Ansonsten halt das übliche „geile Musik“. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die meine Songs so lieben! Als Rapper fühlt man sich dadurch bestätigt. Sätze wie „Warum machst du keinen Gangster-Rap?“, „Tracks über Liebe sind schwul!“ oder „Mach doch mal richtig harte Sachen!“ sind einige Zitate, wie ich sie schon gehört habe. Dazu kann ich nur sagen: 'Hey, ich schreibe auf, was ich fühle. Und wenn's euch nichts taugt, kauft euch die Platte von Fler oder sonst wem.'

Mit wem würdest du gerne einmal zusammenarbeiten?
(Überlegt) Es gibt da jetzt keinen bestimmten Künstler, mit dem ich unbedingt einmal zusammenarbeiten will. (Überlegt weiter) Aber mit Curse wär's auf jeden Fall mal eine interessante Sache …

Was sind deine weiteren Pläne; was gibst du deinen Fans mit auf den Weg?
Ein Wunsch von mir, den ich mir vielleicht bald erfüllen werde, ist Bungee-Jumping! Ansonsten will ich natürlich, dass meine Musik sich noch viel mehr verbreitet und von noch viel mehr Menschen geliebt wird. Liebe ist das wichtigste! Davon handeln viele meiner Songs. Zum Schluss kann ich nur sagen, schaut immer nach vorne und zieht euer Ding durch, egal was andere sagen!

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Ein großes Dankeschön geht an Daniele De Rosa (alias BBoyDaniele) für dieses Interview!

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und mehr über BBoyDaniele und seine Musik erfahren möchte, der sollte einfach auf seiner Internetpräsenz vorbeischauen; dort kann man auch direkt in Kontakt mit ihm treten und Termine für seine Workshops vereinbaren.
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